Zum Inhalt springen Zur Fußzeile springen

Blaufränkisch

DNA des Burgenlands

Blaufränkisch ist die bedeutendste autochthone Rotrebsorte Österreichs und gilt als die „DNA“ des Burgenlandes. Mit einer Anbaufläche von rund 3.300 Hektar ist sie nach dem Zweigelt die zweitwichtigste rote Sorte des Landes. 

Charakteristik und Geschmack

Die Rebsorte ist spätreifend und anspruchsvoll an die Lage, liefert dafür aber charaktervolle Weine mit hohem Reifepotenzial.Aromatik: Typisch sind Noten von dunklen Waldbeeren, Brombeeren und reifen Kirschen, oft gepaart mit einer feinen Kräuterwürze und Pfeffrigkeit.

Struktur: Er zeichnet sich durch eine markante Säure und eine dichte Tanninstruktur aus. Kenner vergleichen seine Eleganz oft mit Pinot Noir, seine Würze mit Syrah und seine Gerbstoffe mit Nebbiolo.

Bodenabhängigkeit: Die Sorte reagiert stark auf das Terroir. Auf Schieferböden (z. B. Eisenberg) wirkt er mineralisch-straff, auf Lehm (Mittelburgenland) eher vollmundig und rund, während Kalkböden (Leithaberg) für eine seidige Textur sorgen. 

Wichtige Anbaugebiete (DAC-Regionen)

Blaufränkisch hat sein Zentrum im Osten Österreichs, insbesondere im Burgenland: 

Eisenberg DAC: Im Südburgenland entstehen auf eisenhaltigen Schieferböden Weine

Mittelburgenland DAC: Auch als „Blaufränkischland“ bekannt, ist es das wichtigste Anbaugebiet mit tiefgründigen Lehmböden.

Leithaberg DAC: Hier wächst die Sorte auf Kalk- und Schieferböden, was zu besonders mineralischen und langlebigen Weinen führt.